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Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind in Psychoanalytischer und Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie mit staatlicher Anerkennung ausgebildet. Sie behandeln Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene maximal bis zum 21. Lebensjahr. 80-90% der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung von neurotisch und psychosomatisch erkrankten Kindern und Jugendlichen werden heute durch Psychotherapeuten mit analytisch/tiefenpsychologisch fundierter Weiterbildung sichergestellt.

Eine analytische Psychotherapie ist indiziert, wenn die Symptomatik eng mit der Persönlichkeitsstruktur verwoben ist. Ziel der Behandlung ist die Veränderung der krankmachenden tief verwurzelten Grundstruktur. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erarbeiten mit dem Kind oder Jugendlichen Verständnis für die meist unbewussten seelischen Probleme und Konflikte, die hinter den Symptomen stehen, um ihnen bei deren Bewältigung zu helfen. Kinder bringen ihre Probleme vor allem im freien Spiel, in Zeichnungen und im Verhalten zum Ausdruck, während Jugendliche eher darüber sprechen, was sie beschäftigt. So können Kinder oder Jugendliche zu einem tieferen Verständnis für ihr innerseelisches Erleben und Reagieren sowie für ihre zwischenmenschlichen Beziehungsmuster kommen. Der unbewusste Konflikt kann erkannt und bewältigt werden; dann können neue Lösungswege gesucht und gegangen werden. Symptome können auf diese Weise überflüssig werden. Das Kind oder der Jugendliche haben die Möglichkeit, gesund, seelisch ausgeglichen und stabil zu werden.

Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist indiziert, wenn bestimmte Problembereiche und aktuelle Konflikte zu bewältigen sind. Die Arbeit konzentriert sich auf das aktuelle Geschehen, sie geht nicht so sehr in die Tiefe, die Zielsetzung ist begrenzt, die Selbstentwicklung wird gefördert und unterstützt. Auf diese Weise werden Besserung oder Heilung möglich.

Aufgrund der in Entwicklung befindlichen Persönlichkeit des Kindes und des Jugendlichen sind spezifische Bedingungen in Bezug auf das therapeutische Setting und das Behandlungsvorgehen zu berücksichtigen. Da sich Kinder und oft auch Jugendliche, anders als Erwachsene, nicht aus freien Stücken in Behandlung begeben, bei Behandlungsbeginn häufig keine Krankheitseinsicht haben und sich eher weigern, spontan ihre Probleme und Konflikte mitzuteilen, brauchen sie einen besonderen Entwicklungsraum, der ihrem Entwicklungsstand und den Bedürfnissen entgegenkommt. Bei Kindern und Jugendlichen werden häufig erst die Folgeerscheinungen einer Problematik erkannt, anstelle der ursprünglichen Schwierigkeiten. Während bei jüngeren Kindern das Spiel im Vordergrund steht, mit dessen Hilfe sie sich in ähnlicher Art ausdrücken wie der Erwachsene mit seinen Assoziationen, gewinnt das Gespräch mit zunehmendem Alter an Bedeutung.

Eltern sind zumeist die bedeutendsten Bezugspersonen für das Kind. Daher sind regelmäßige Gespräche mit ihnen wichtig für den Erfolg der Therapie. Im therapeutischen Prozess können Eltern das Krankheitsgeschehen verstehen lernen und neue Antworten auf das Kind entwickeln. Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut kann im Verlauf der Therapie leicht in problematische Elternübertragungen geraten, ohne dass das Kind und der Jugendliche sich im Rahmen einer therapeutischen Ichspaltung (wie bei Erwachsenen) davon distanzieren könnten. In solchen Phasen ist ein stabiles Arbeitsbündnis mit den Eltern von größter Bedeutung. Therapieabbrüche stehen jedoch leider häufig in Verbindung mit den Eltern und sind dann oft Folge der mangelnden Fähigkeit der Eltern an ihrer eigenen Problematik zu arbeiten.

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